Die Alpsaison

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Die Alpsaison, ein lebendiges Kulturerbe
Seit Dezember 2023 ist die Alpsaison Teil der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO. Die jahrhundertealte Tradition, die wie kaum etwas anderes die Identität des Naturparks ausmacht, hat damit internationale Anerkennung erhalten. Auch wenn die Sömmerung zwischen Mai und September nur etwa zwanzig Wochen dauert, sind die Bergbauern das ganze Jahr über beschäftigt: So kümmern sie sich im Tal um die Tiere, halten die Alphütten instand oder vertreiben ihre Produkte. Zwei herausragende Ereignisse prägen das Hirtenjahr: der Alpaufzug im Frühling (im Patois Poya genannt) und der Alpabzug (Rindya) im Herbst, jeweils begleitet vom eindrücklichen Klang der Glocken und Treicheln, welche die Tiere bei diesen Anlässen tragen.

Landschaften, von Generationen geprägt
Diese intensive Aktivität und der Aufschwung des Handels mit den Alpprodukten im 17. und 18. Jahrhundert haben Spuren in der Landschaft und im architektonischen Erbe hinterlassen. Im Park gibt es über 1000 Alphütten, Scheunen und Keller, von denen etwa ein Drittel ein traditionelles Holzschindeldach aufweisen.

Kultur im Wandel
Von Trockensteinmauern bis zu Reifekellern: Überall finden sich in dieser Landschaft Zeugen des Zusammenspiels von Mensch und Berg. Die hier vorgeschlagenen Ausflugsziele ermöglichen einen Einblick in diese lebendige Tradition in all ihren Facetten. Ob in Museen oder bei handwerklichen Demonstrationen: Die Besucherinnen und Besucher entdecken ein Kulturerbe in stetem Wandel. Für ein optimales Besuchserlebnis ist es ratsam, die Ausflüge entsprechend der Jahreszeit und den Öffnungszeiten der jeweiligen Einrichtungen zu planen und die Sicherheitsregeln für Wanderungen zu beachten.